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Startseite > Neuigkeiten 23.10.2019
Sozialpädagogik

Klares Nein zu Ausgrenzung

Kompetenter Umgang mit Unterschieden





































Kinder und Jugendliche für einen bewussten Umgang mit Vorurteilen, Diskriminierung und Stereotypen zu sensibilisieren - dieser vorurteilsbewussten pädagogischen Grundhaltung gingen Schüler*innen der Fachschule Sozialpädagogik im Rahmen einer Fortbildung im September durch Frau Nadine Guerreiro Duarte (Referentin des Kindertagesstätten- und Beratungsverbandes e.V. aus Oldenburg) nach.

Die seit 2017 jährlich stattfindende Fortbildung an der BBS 3 in Oldenburg fand auch dieses Jahr positiven Anklang bei angehenden Erzieher*innen. Sie reflektierten ihre vorurteilsbewusste pädagogische Grundhaltung, indem sie die Lernumgebung, Spielmaterialien und Bücher für Kinder analysierten.
Des Weiteren hinterfragten sie die Zusammenarbeit mit Eltern sowie die Zusammenarbeit im Team vor dem Hintergrund eines klaren Neins zu Ausgrenzung.

Einen besonderen Stellenwert nahm die Reflexion der pädagogisch professionellen Haltung ein. So entwickelten die Schüler*innen Handlungsstrategien, um z.B. folgenden Vorurteilen von Kindern zu begegnen:
• „Ich will nicht neben ihm sitzen, er redet komisch!"
• „Du hast ja Mädchenschuhe! Du bist ein Mädchen, haha!"
• „Nee, ich will nicht ihre Hand halten, sie ist schwarz!"
• „Iiii, der isst Schweinefleisch! Der kommt in die Hölle!"
• „Ein behindertes Kind lade ich nicht zum Geburtstag ein!"
• „Die küssen sich, die sind schwul!"
• „Du kommst nicht in die Vorschule. Du kannst kein Deutsch."
(Spiegelpunkte als Roll-Over-Effekt wie Bildlegende: Fragestellungen aus Literatur: KINDERWELTEN/ista (o.J.): Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung als inklusives Praxiskonzept in Kitas. Power Point Präsentation.)

„Auch junge Kinder haben schon Vor-Vorurteile. Denn Kinder sind genaue Beobachter*innen ihrer Umgebung. Sie konstruieren aus dem, was um sie herum geschieht, ihre Idee von Normalität." so Nadine Guerreiro Duarte, Referentin des Kindertagesstätten- und Beratungsverbandes e.V. aus Oldenburg. Die Betreuerin des Projekts an der BBS 3 und Fachlehrerin für Sozialpädagogik, Elke Efing, unterstützt diese Aussage: „Vielfalt muss als Normalität verstanden werden! Die zukünftigen Erzieher*innen werden diese Grundhaltung den ihnen anvertrauten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen durch ihr Tun, ihr Sein und ihr Sprechen weitergeben. Die Fortbildung gibt unseren Schüler*innen ganz praxisnah Möglichkeiten, eigene Vorurteile zu erkennen und einen bewussten Umgang mit ihnen zu erlernen."


Ansprechpartnerin zur Fortbildung vorurteilsbewusster Bildung und Erziehung:
Elke Efing (efing@bbs3-ol.de)

 

Text: E. Efing, J. Gräf
Bilder: E. Efing

 

BBS 3 Oldenburg - 04.10.2019