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Startseite > Neuigkeiten 19.11.2019
Landwirtschaft

100 Jahre FSL

100 Jahre Fachschule Landwirtschaft Oldenburg

 

„100 Jahre Fachschule Landwirtschaft in Oldenburg?“ Lehrer und Schüler waren gleichermaßen beeindruckt, als ein „Ehemaliger“ sie auf das anstehende Jubiläum hinwies.

Schon vor der Gründung der Schule im November 1908 hatte es intensive Diskussionen gegeben, ob es denn richtig sei, junge Landwirtssöhne in die Stadt zu schicken. Der starke Andrang, den die Landwirtschaftsschule von Anfang an erfuhr, gab dem Bauern und Gemeindevorsteher Dannemann, Tungeln, Recht, der den Antrag bereits 1905 in einer Amtsratssitzung stellte. Inzwischen haben mehr als 4000 Schüler die Landwirtschaftsschule Oldenburg besucht.

Die Recherchen zum Jubiläum förderten eine wechselvolle Schulgeschichte zutage.

Am 3.November 1908 schulte Direktor Löhlein im neuen Schulgebäude in der Würzburger Straße 40 Schüler in die Unterklasse ein. Bis 1911/1912 stieg die Zahl der Schüler auf 75 in zwei Unterstufen und einer Oberstufe an. Während des ersten Weltkriegs wurde der Unterricht eingestellt, 1917 aber mit zwei Klassen wieder aufgenommen. 1943 eröffnete der Nachfolger von Direktor Löhlein, Dr. Alfke, die Mädchenabteilung der Landwirtschafts -schule. Bis 1970 behielt die Landwirtschaftskammer als Schulträger die Organisation des Unterrichts in zwei Winterhalbjahren bei. Alle Lehrkräfte waren neben ihrem Unterricht in der Wirtschaftsberatung tätig.

Der Standort der Schule wechselte von der Würzburgerstraße über eine Zwischenstation in der Ekkardstraße zur Wallstraße und schließlich in die Willersstraße.

1976 endete die Schulträgerschaft der Landwirtschaftskammer. Die Lehrkräfte wurden Beamte und Angestellte des Landes Niedersachsen, die Landwirtschaftsschule  Bestandteil der Berufsbildenden Schulen 3 Oldenburg.

Der Lehrplan der Landwirtschaftsschule hat naturgemäß sein Aussehen in den vergangenen 100 Jahren immer wieder den Erfordernissen angepasst. Während 1908 noch in 15 von 31 Wochenstunden  Deutsch, Geschichte, Geographie, Rechnen und andere allgemein bildenden Inhalte vermittelt wurden, sind es 2008 noch 4 Stunden Deutsch, Fremdsprachen und Politik. Dies trägt den Aufnahmevoraussetzungen Rechnung. 1908 reichte es für einen Schüler noch aus, mindestens 16 Jahre alt zu sein, eine gute Volksschulbildung zu haben und mit landwirtschaftlichen Arbeiten vertraut zu sein, um aufgenommen zu werden. Eine Berufsschulpflicht gab es noch nicht. 2008 müssen ein Realschul-, ein Berufsschulabschluss und eine abgeschlossene  landwirtschaftliche Berufsausbildung nachgewiesen werden.

 

Aber nicht alles hat sich verändert. Heute wie vor 100 Jahren ist die Landwirtschaftsschule darauf ausgerichtet, ihre Schüler auf ihrem Weg zu erfolgreichen Betriebsleitern zu begleiten und zu fördern, dabei Theorie und Praxis eng zu verbinden und nicht zuletzt ein Austauschforum für Wissen und Erfahrungen zu bieten. Und nicht zuletzt beschleicht einen beim Lesen der Schülerzeitungen von 1946 bis heute das Gefühl, dass die Schüler sich in mancherlei Hinsicht nur in ihrer Kleidung verändert haben!

Am 10.10.2008 feiert die Landwirtschaftsschule Oldenburg ihr 100jähriges Jubiläum mit einem Festball in der Weser-Ems-Halle, Motto: „Ein großes Klassentreffen!“ Die Festschrift gibt ausführlich Auskunft über die Geschichte der Schule. Auszüge aus den Schülerzeitungen, Fotos und Klassenlisten aus 100 Jahren werden in einer kleinen Ausstellung im Rahmen der Feier gezeigt.

Weitere Informationen, www.fachschule-landwirtschaft.de

 

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